Produktionsüberwachung: Methoden, KPIs und Best Practices
Was Produktionsüberwachung bedeutet, welche KPIs relevant sind und wie Peakboard Produktionsdaten in Echtzeit aus Maschinen, SPS und ERP visualisiert.
02.07.2026
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9 Min. Lesezeit

- Produktionsüberwachung erfasst Maschinenstatus, Auftragsdaten und Qualitätskennzahlen in Echtzeit und macht Abweichungen sofort sichtbar.
- Die wichtigsten KPIs sind OEE, Durchsatz, Stillstandszeiten, Taktzeit und Ausschussrate.
- Peakboard verbindet bestehende Maschinen, SPS und ERP ohne IT-Projekt und visualisiert alle Kennzahlen auf dem Shopfloor.
- Auch ältere Maschinen ohne digitale Schnittstelle lassen sich über externe Sensoren einbinden.
Peakboard verbindet Maschinen, SPS und ERP in einem zentralen Dashboard und macht Produktionsstatus, Stillstände, OEE und Auftragsdaten in Echtzeit sichtbar – sodass Schichtleiter und Werkleitung Abweichungen erkennen, bevor sie zur Störung werden. Das ist digitale Produktionsüberwachung: kein manuelles Einsammeln von Kennzahlen, keine Lücken zwischen den Schichten, kein Reagieren statt Steuern.
Was ist Produktionsüberwachung?
Produktionsüberwachung bezeichnet die systematische Erfassung und Visualisierung von Kennzahlen im laufenden Produktionsprozess. Ziel ist es, den Ist-Zustand jederzeit transparent zu machen und Abweichungen vom Soll-Zustand frühzeitig zu erkennen. Produktionsüberwachung ist keine einmalige Messung, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der in Echtzeit stattfindet.
Peakboard ermöglicht Produktionsüberwachung ohne großes IT-Projekt: Die Plattform verbindet sich mit bestehenden Maschinensteuerungen (SPS, OPC UA, MQTT), ERP-Systemen (SAP, Dynamics) und Qualitätsdatenbanken und stellt alle Kennzahlen auf Displays am Shopfloor dar.
Die wichtigsten KPIs in der Produktionsüberwachung
Welche Kennzahlen überwacht werden, hängt vom Produktionstyp und den Unternehmenszielen ab. Die häufigsten KPIs in der Fertigungsüberwachung sind:
- OEE (Overall Equipment Effectiveness): Verfügbarkeit × Leistung × Qualität – die umfassendste Einzelkennzahl für Maschinenproduktivität
- Durchsatz: Produzierte Einheiten pro Zeiteinheit, verglichen mit dem Plansoll
- Stillstandszeiten: Dauer und Häufigkeit ungeplanter Maschinenstillstände nach Ursache
- Taktzeit: Istzeit pro Einheit im Vergleich zur Idealtaktzeit
- Ausschussrate: Anteil fehlerhafter Teile an der Gesamtproduktion
- Rüstzeiten: Zeit zwischen Auftragsende und Produktionsstart des Folgeauftrags
Methoden der Produktionsüberwachung
Es gibt verschiedene Ansätze zur Überwachung der Produktion, die sich in Automatisierungsgrad und Investitionsbedarf unterscheiden:
- Manuelle Erfassung: Schichtleiter tragen KPIs auf Papier oder in Excel ein. Einfach zu starten, aber fehleranfällig und verzögert.
- MES-basierte Überwachung: Vollständige Manufacturing Execution Systems erfassen alle Daten automatisch, erfordern aber umfangreiche Implementierungsprojekte.
- Plattform-basierte Lösung wie Peakboard: Verbindet bestehende Datenquellen ohne Ersatz der vorhandenen Systeme. Geringer Implementierungsaufwand, schnell live.
Produktionsüberwachung auf älteren Maschinen
Ein verbreitetes Problem in der Praxis: Viele Maschinen im Maschinenpark sind älter als 10 oder 20 Jahre und haben keine digitale Schnittstelle. Direktes Auslesen von SPS-Daten ist nicht möglich. Für diese Fälle gibt es zwei bewährte Wege:
- Stromsensoren: Klemmsensoren messen den Stromverbrauch und leiten daraus ab, ob eine Maschine läuft, im Leerlauf ist oder steht.
- Manuelle Bedienereingabe: Der Werker gibt Störungsgründe per Touch direkt am Peakboard-Display ein – ohne Papierbogen, direkt ins System.
Beide Ansätze lassen sich kombinieren und liefern auch für ältere Maschinen eine lückenlose Überwachungsgrundlage.
Produktionsüberwachung im Shopfloor Meeting
Produktionsdaten entfalten ihren vollen Wert erst, wenn sie in den Steuerungsprozess einfließen. Das wichtigste Instrument dafür ist das tägliche Shopfloor Meeting am SQCDP-Board: Die aktuellen KPIs werden im Team besprochen, Abweichungen analysiert und Maßnahmen direkt im System angelegt. Das digitale Schichtbuch sorgt dafür, dass alle Ereignisse zwischen den Meetings revisionssicher dokumentiert sind. Bei kritischen Abweichungen sorgt ein Andon-Board für sofortige Eskalation.
Lösung
Produktionsdaten live auf dem Shopfloor
OEE, Ausschuss und Durchlaufzeiten aus Einzel-, Serien- und Mischfertigung auf einem Dashboard – Entscheidungen auf Datenbasis, nicht auf Bauchgefühl.
Was ist Produktionsüberwachung?
Produktionsüberwachung bezeichnet die Echtzeit-Erfassung und Visualisierung von Produktionskennzahlen wie OEE, Durchsatz, Stillstandszeiten und Ausschussrate, um Abweichungen sofort erkennen und gegensteuern zu können.
Welche KPIs gehören zur Produktionsüberwachung?
Die wichtigsten KPIs sind OEE, Durchsatz, Taktzeit, Stillstandszeiten, Ausschussrate und Rüstzeiten. Welche Kennzahlen priorisiert werden, hängt von Produktionstyp und Unternehmenszielen ab.
Wie funktioniert Produktionsüberwachung mit Peakboard?
Peakboard verbindet sich direkt mit Maschinensteuerungen (SPS, OPC UA), ERP und anderen Datenquellen und stellt alle Kennzahlen in Echtzeit auf Displays am Shopfloor dar – ohne IT-Projekt, auf bestehender Hardware.
Was ist der Unterschied zwischen Produktionsüberwachung und MES?
Produktionsüberwachung mit Peakboard ist ein schlanker Ansatz für Transparenz und schnelle Reaktion. Ein MES umfasst darüber hinaus Auftragssteuerung, Materialfluss und Qualitätssicherung. Peakboard kann als ergänzende Schicht über einem bestehenden MES laufen.
Wie lange dauert die Einführung?
Der erste Use Case geht typischerweise in wenigen Tagen live. Peakboard ersetzt keine vorhandenen Systeme, sondern verbindet sich damit.
Können auch ältere Maschinen ohne SPS eingebunden werden?
Ja – über externe Klemmsensoren, die den Stromverbrauch messen. Auch gemischte Maschinenparks aus alten und neuen Anlagen lassen sich in einem einzigen Dashboard zusammenführen.







